Risikozonen

Risikozonen

Ein Seveso-Unfall kann sich über unterschiedliche Entfernungen auswirken. Durch die Berechnung dieser Entfernungen können mögliche Wirkungszonen bestimmt werden, in denen Folgen für Mensch und Umwelt auftreten können.

Diese Zonen variieren je nach Risiko und potenziellem Ausmaß zwischen einigen Dutzend Metern und, für bestimmte Betriebe, einigen Kilometern.

Es handelt sich um Zonen, in denen schädliche Auswirkungen auf den Menschen möglich sind und je nach konkreter Notsituation Schutzmaßnahmen getroffen werden können.

Wirkungszonen

Im Rahmen der europäischen Seveso-II-Richtlinie sind verschiedene Zonen identifiziert worden:

  • Wachsamkeitszone: Zone, in der die Auswirkungen eines Unfalls empfindliche Personen treffen oder nicht gewarnte Personen beunruhigen können,
  • Risikozone: Zone, in der die Auswirkungen des Unfalls sofort oder langfristig direkte oder indirekte ernste Folgen haben können,
  • Zone unmittelbarer Gefahr: Zone, in der die Auswirkungen des Unfalls, selbst bei kurzer Exposition, unumkehrbare oder tödliche Folgen haben können.

Noteinsatzplanungszonen

Auf der Grundlage der identifizierten Risiken (Brand, Explosion, toxische Emission) werden in der Nachbarschaft von Seveso-Standorten Noteinsatzplanungszonen abgegrenzt, in denen die verschiedenen Behörden und Einsatzdienste die eventuellen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vorbereiten.

In Notsituationen dienen die Noteinsatzplanungszonen als Grundlage für die Bestimmung einer der tatsächlichen Lage (z.B. Windrichtung, ...) angepassten Einsatzzone.

Es handelt sich um die Zone, in der die Schutzmaßnahmen tatsächlich in Kraft treten.